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Och nö,

doch noch nicht Schluß.
Ein bißchen Ostern muss sein. Tut mir Leid, auch wenn es gerade die unpassend Jahrszeit dafür ist.
Aber spanisches Ostern hat mit unserem Fest wenig zu tun.
Wir sind mittlerweile eher auferstehungsorientiert, Frühling, bunte Eier, Ostersonntag plus Spaziergang.
Die semana santa hat einen völlig anderen Ansatz. Die Karwoche wird zelebriert, mit Büßern, mit Drama, Blut und Tränen. Tag für Tag, und fast jede Nacht, machen sich die Kirchengemeinden auf und schleppen ihre üppig mit Blumen und Kerzen geschmückten Figuren, die den Leidensweg Jesu darstellen, durch die düsteren Gassen ihrer Stadt. Fanfarenmusik mit schaurig-schöne Begleitung anderer scheppernder Instrumente wirft auch den letzten noch aus den Federn. Man steht schweigend am Straßenrand und schaut voller Ergriffenheit zu. Ab und an wird geklatscht, wenn ein Altar wieder gut auf die Schultern der Träger gehieft wird.
Ab und an wird ein Kind aus dem Zug herausgefischt, dem es zuviel geworden ist.
Ansonsten ist man einfach nur berührt ob all der traurigen Bilder, die da an einem vorüberziehen.
Als Kinder sind wir auch den Kreuzweg gegangen. Bildstock um Bildstock wurde betrachtet, mal in der Kirche, mal an einem Wadweg entlang, Wir beteten den Rosenkranz, den die Tante aus ihrem nach Lavendel duftenden Täschchen gezogen hatte. Fasziniert betrachtete ich die Folterwunden auf den geschundenen Christuskörpern.
Blut zieht an, und Leiden auch. Man ist abgestoßen und muss doch hinschauen. Und erfreut sich des langsam aufsteigenden Grusels.


Soundtrack deutsch
Soundtrack espanol


















 
16.9.11 10:30
 



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